Nominierung für Houskapreis 2019 an CD-Labor AMSen

26.03.2019

Das Projekt „Unkonventionelle Spin-Topologie für Magnetfeldsensoren im Auto“ des CD-Labor für "Advanced Magnetic Sensing and Materials (AMSen)" von Dieter Süss, der Donau-Universität Krems und der Infineon Technologies Austria AG ist in der Kategorie "Universitäre Forschung" für den diesjährigen Houskapreis, Österreichs größten privaten Forschungspreis, nominiert.

Das Christian Doppler Labor „Advanced Magnetic Sensing and Materials (AMSen)“ an der Universität Wien unter der Leitung von Assoz. Prof. Dr. Dieter Süss (Gruppe „Physik Funktioneller Materialien“) entwickelt und wendet fortschrittliche Simulationstechniken u.a. unter Benutzung der mikromagnetischen Simulationssoftware FEMME für die Entwicklung und Konstruktion neuer Sensorik für die Automobilindustrie an.

In einem äußerst erfolgreichen Forschungskonsortium  der Universität Wien,  Donau-Universität Krems und dem Industriepartner Infineon Technologies Austria AG  entwickelte das Team eine neue Generation von Magnetfeldsensoren für die Autoindustrie. „Die Branche benötigt rund 580 Millionen dieser Sensoren pro Jahr, um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen oder Parameter wie Lenkradstellung, Drehmoment etc. für ABS-Systeme messen zu können. Form und Material der Sensorelemente sind für die Magnetfeldmessungen entscheidend: Bisherige Standard-Sensoren bestanden aus vielen magnetischen Sensorelementen in länglicher oder elliptischer Form, die sich zum Beispiel bei Geschwindigkeitsmessungen hysteretisch verhielten und damit zu Fehlern neigten. Mit der Entwicklung eines kreisrunden Layouts in Form einer unkonventionellen, topologisch geschützten Spin-Konfiguration konnten erstmals hysteresefreie Sensoren kreiert werden. Dadurch können bisherige Ungenauigkeiten durch unterschiedliche Messwerte vermieden werden. Dies stellt nicht nur einen Wettbewerbsvorsprung für das Technologieunternehmen Infineon, sondern auch einen Meilenstein hinsichtlich der Qualität und Effizienz bei ABS-Systemen und Geschwindigkeitsmessungen im Auto dar. Erste Produktproben sollen im Sommer 2019 ausgeliefert werden.“ (aus: Projektbeschreibungen der Nominierten)

Der Houskapreis ist Österreichs größter privater Forschungspreis und wird seit 2006 von der B&C Privatstiftung jährlich vergeben. Die nominierten Projekte wurden mittels eines zweistufigen Verfahrens durch einen Fachbeirat und eine Fachjury für den Houskapreis 2019 nominiert. Die Gewinner werden bei der Houskapreis-Gala am 9. Mai 2019 bekannt gegeben.

 

Weiterführende Links:

Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dieter Süss, Privatdoz.

CD-Labor „Advanced Magnetic Sensing and Materials (AMSen)

Physik Funktioneller Materialien

Projektbeschreibungen der nominierten Projekte – Houskapreis 2019

Houskapreis

Publikation in "Nature Electronics" zur Forschung an Magnetfeldsensoren"

Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dieter Süss, Privatdoz
Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dieter Süss, Privatdoz.