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Physik in Wien: Eine Tradition großer Entdeckungen und zweier Nobelpreisträger

Moderne Wissenschaft steht auf den „Schultern von Giganten“ (I. Newton, 1676). Wir sind vielen hervorragenden Wissenschaftern und Wissenschafterinnen zu Dank verpflichtet, die an der Universität Wien die Physik nachhaltig geprägt haben:

Christian Doppler (1803-1853) war Professor in Prag, Chemnitz und Wien. 1850 wurde er zum ersten Direktor des neuen Physikalischen Instituts in Wien ernannt. Diese Funktion hatte er bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1853 inne. Doppler beschrieb 1842 als erster das Phänomen, das heute als Doppler-Effekt bekannt ist.

Josef Loschmidt (1821-1895) habilitierte sich 1866 an der Universität Wien; zwei Jahre später wurde er Assistenzprofessor. Von 1872 bis zu seinem Ruhestand 1891 war er Professor für Physikalische Chemie an der Universität Wien. Nach ihm benannt ist die Loschmidt-Zahl, welche die Zahl der Teilchen pro Volumeneinheit eines idealen Gases unter Normalbedingungen angibt.

Josef Stefan (1835-1893) studierte an der Universität Wien, wo er sich 1858 in Mathematischer Physik habilitierte und 1863 zum ordentlichen Professor der höheren Mathematik und Physik ernannt wurde. Er war der jüngste Universitätsprofessor der k. u. k. Monarchie. Stefan war ab 1866 Direktor des Physikalischen Instituts, in den Jahren 1869/70 Dekan und 1876/77 Rektor der Universität Wien.

Ernst Mach (1838-1916) studierte Physik und Mathematik an der Universität Wien, wo er 1860 das Doktorat und 1861 die Habilitation abschloss. 1864 wurde er in Graz zum Professor für Mathematik ernannt, wo er zwei Jahre später auch Professor für Physik wurde. 1867 wurde Mach nach Prag berufen und diente dort auch als Dekan der Philosophischen Fakultät und ab 1879 als Rektor. 1895 kehrte er an die Universität Wien zurück, wo er auf den Lehrstuhl für „Philosophie, insbesondere Geschichte und Theorie der induktiven Wissenschaften" berufen wurde.

Ludwig Boltzmann (1844-1906) studierte zwischen 1863 und 1866 an unserer Fakultät, wo er 1866 das Doktorat erhielt. Er wirkte hier von 1873-1906 als Professor für Mathematik und für Theoretische Physik, unterbrochen von Professuren in Graz, München und Leipzig. Boltzmann, dessen größte Errungenschaft die Entwicklung der statistischen Mechanik war, wird als einer der einflussreichsten Physiker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gesehen.

Die Bilder wurden von der Österreichischen Zentralbibliothek für Physik zur Verfügung gestellt.

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